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Unter dem Faschismus befahl der politische Sekretär Sissini der Musikkapelle
alle Stücke, die einen deutschen Namen trugen, ins Italienische zu übersetzen,
so zum Beispiel: "Hoch auf der Zugspitze" wurde zum "Sulla punta del Zug",
"Mir sein die lustigen Holzhockerbuam" wurde zum "I spaccalegna", "Mir
sein die Kaiserjäger" zum " "Noi siamo i cacciatori del Kaiser", und so
weiter. Bei jedem Spiel musste ein Schild mit dem Namen des Stückes aufgeschlagen
werden und jedes Konzert musste mit der "Marcia reale" oder mit "Giovinezza"
eröffnet werden.
1933 hatte die Musikkapelle Kolfuschg-Corvara die Ehre, die "Marcia
reale" beim Besuch von Prinz Albert aus Savoyen zu spielen. Aber im Jahre
1938 musste die Musikkapelle ihre Tätigkeit aufgeben, da ihnen die Faschisten
zu viele Steuern auferlegten (dies geschah mit Absicht, da diese die Tiroler
Musik nicht duldeten).
Im Jahre 1943 fingen einige Musikanten wieder an, im alten Geschäft von
Paul Pescosta zu proben.
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